Rezensionen zur GET ALL Digipak Box

Darkweb - 29.09.2005

Willkommen in der Hölle
Nach den viel umjubelten Auftritten auf dem diesjährigen Bunkerfun und dem 15. Süddeutschen Dark-Dance-Treffen ist es nun endlich an der Zeit, uns auch mal mit dem aktuellen Album der Hallenser Formation [Fight the Cause] eingehend zu beschäftigen.
Ganze vier Jahre nach ihrem ersten Longplayer "Expect Nothing" mischt das Duo nun endlich wieder den EBM-Tanzfloor auf! Mit eingängigen Bässen, sinnlichen Klavier- und Synthie- Passagen, sorgen sie auf GET ALL immer wieder für Überraschungsmomente.
Das auf 999 Stück limitierte Konzeptalbum kommt als Pappbox mit einer Bonus- Remix- EP, auf der unter anderem die Metallspürhunde, Dementi, Schattenschlag und Occculture ein paar Songs ihren eigenen Stil verpassten (einige Hidden Tracks sind ebenso enthalten!!)
Frontmann RaloS begibt sich auf dem jüngsten Silberling mal in Deutsch, mal in Englisch auf eine Reise quer durch Hass, Qualen, Chaos aber auch Ängste und Furcht!
Es beginnt (- wie sollte es anders sein-) mit "No.1", einem Opener der zwar anfänglich wie ein klassisches Intro beginnt, bald aber in einem hassgeladenen Gestampfe gipfelt. Der bibelähnlich gestaltete Text lässt RaloS hier sehr grausam und prophetisch wirken. Dieser Eindruck setzt sich im Laufe der Reise fort, was den Konzept- Charakter unterstützt. Weiter geht es mit einer sehr gelungenen Coverversion des Siouxsie and the Banshees - Hit "Happy House" aus dem Jahre 1980. Der äußerst zynisch angehauchte Track in wavigem Gewand wird sofort zum Ohrwurm und fügt sich exzellent in die Gesamtgrundstimmung ein. Über weitere sieben sehr abwechslungsreiche und überraschende Songs geht es dem Ende der Reise entgegen. Darunter verspielt melodische Stücke wie "Blind" mit überraschenden und kraftvollen Shouts im Refrain, monotone tanzbare Stücke wie "Genesis", E- Gitarren Passagen in "Maneater", treibende und brachiale Sounds in "Geist"... - Jeder Track für sich birgt seinen eigenen Reiz und kann trotz des Konzept- Gedanken völlig für sich alleine stehen. RaloS sorgt dabei mit schräg verzerrter Stimme immer für die nötige Grausamkeit und leidvolle Tiefe der Erzählungen. Doch auch Ruhe und Endgültigkeit kann er zum gegebenen Zeitpunkt perfekt in Szene setzen.
Nach diesem Wechselbad der Gefühle gibt es die nächste Überraschung: Der Songzyklus END umfasst die letzten vier von 13 Stücken. Los geht es mit END [of time] einem sehr tanzbaren und rhythmischen Song voller Verzweiflung und Angst. Pausenlos geht er in END [of Night] über. Hier überwiegt die Ruhe und Endgültigkeit, Aufgabe- und Endzeitstimmung macht sich breit. END [of life] ist einer der eingänglichsten Tracks des gesamten Albums. RaloS tritt hier sehr melodisch in den Vordergrund und wühlt viele Emotionen beim Hörer auf. Man kommt sich an dieser Stelle vor, als wäre man kurz vor den Toren zur Hölle. Das ganze gipfelt in END [of Fear], einem wieder etwas härteren Dark- Elektro Titel, der die Spirale immer weiter und schneller nach unten dreht, jedoch die Hoffnung auf ein Weiterleben nicht gänzlich im Keim erstickt.

Alles in Allem besticht die aktuelle Scheibe von RaloS und Rawboned durch eine ausgereifte Produktion und Abwechslung am laufenden Band. [Fight the Cause] kreieren weiter ihren typischen und sehr eigenen Stil, dessen Tiefe erst nach und nach dem Hörer bewusst wird. Man sollte jedoch darauf achten wann man sich diesen Reisebericht zu den Abgründen der Seele anhört, um spätere Folgen auszuschließen: Denn die GET ALL- Achterbahn fährt sehr schmal am Grad zwischen tiefster Grausamkeit und unsäglicher Furcht entlang. Ein abgleiten zu einer der beiden Seiten, wird hierbei nicht ausgeschlossen.

Prädikat: Äußerst empfehlenswert, aber: >Nur für Erwachsene<

 

Medienkonverter - 14.07.2005

Nach „expect nothing“, was komplett in Eigenregie aufgenommen wurde, bringt das Duo aus Halle, bestehend aus RaloS und Rawboned, mit „GET ALL“ nun ihr zweites Album unter einem Label, Celtic Circle Productions/Khazad Dum Records, auf den Markt. Allerdings machen beide schon seit 1996 gemeinsam Musik, damals noch unter dem Namen „CHAIM“.[ fight the cause ] was soviel bedeutet wie “Bekämpfe die Ursache”, steht hier nicht nur einfach so als Name für die Band, nein, tatsächlich sollen in den Songs auf „GET ALL“ die Ursachen des Verhaltens von Menschen analysiert oder eher gesagt, musikalisch umgesetzt werden. Inhaltlich kann man das Album als sehr komplexes Werk, da man einerseits viel über das Tun und Handeln von RaloS oder gar sich selbst erfahren kann, bezeichnen. Die Zielgruppe, die den CD-Player anwirft, um einfach die Musik ohne inhaltliche Rücksichtname zu geniessen, ist natürlich genauso angesprochen, denn es wird wirklich ausgezeichneter elektronischer Dark-Wave geboten, der auch Leuten mit Tanzbegeisterung gefällt. Dem Hörer erwarten beim Konsumieren dieser Scheibe 13 gefühlsmäßig dunkle, elektronische, abwechslungsreiche Tracks, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer schnell ist, bekommt „GET ALL“ in einer auf 999 Stück limitierten Edition inklusive einer Bonus-CD mit Remixen von Schattenschlag, Metallspürhunde, Dementi, Occculture und Drone 24-7. Außerdem befinden sich noch 2 unveröffentlichte Tracks auf dieser CD.

Los geht es mit Track 1, der heisst auch „No. 1“ und stimmt uns nur kurz in sanften Klängen, begleitet von einem netten Frauenvocal ein, denn schon nach wenigen Sekunden im Intro-Stil wird es ein ausgewachsenes Musikstück mit treibenden Beats, elektronischen Synthieschlägen und ordentlich Rhythmusgefühl. „Happy House“ finde ich persönlich, nach dem Opener nicht so reich an Höhepunkten und wirkt auf jedenfall flacher. Na ja, er bietet uns Zeit, um kurz zu verschnaufen und ist im Gegensatz zu den anderen Tracks halt ein „Happy Song“. „Hunt“ schlägt auf jeden Fall wieder in die härtere, tanzbare Kerbe und wird nur kurz von einer ruhigen Phase unterbrochen um nach einem ‚Go'-Schrei dann wieder voll durchzustarten. Das Stück vermag aber die musikalische Stärke der nun folgenden Tracks nicht zu erreichen. Beim Anfang von „Genesis“ denkt man einem klassischen Orchester mit Streichinstrumenten und Klavier zuzuhören, bis sich dann zu den klassischen Klängen elektronische Untermalung in schnellem Rhythmus, auch Beat genannt, in Kombination mit RaloS' deutschem Gesang dazugesellt. Beim Begin von „Maneater“ wirkt RaloS' Stimme ruhig, lässt mir sogar einen Schauer über den Rücken fahren und wird plötzlich von einem E-Gitarrenriff mitgerissen um darauf ihren Höhepunkt zu finden. In „Seele“ befindet sich RaloS im Zwiespalt mit seiner „Seele“ und seine Stimme wirkt bei diesem Stück auch etwas rauher und kälter, bleibt aber durch die Synthie-Klangmuster melodisch. „Burn“ lässt das Herz wieder etwas ruhiger hüpfen. In „Geist“ geht es jetzt richtig zur Sache. Gleich zu Begin erfassen mich schnelle Beats im Techno-Stil von ca. 180 BPM und halten das Stück die ganze Zeit über auf Trab, welches etwas WUMPSCUT-Atmosphäre mit sich bringt. In „Blind“ kann sich der zuvor gesteigerte Puls beim Sound von Streichinstrumenten und etwas langsameren Beats wieder etwas senken, obwohl auch hier kein Stillstehen angesagt ist. Ab Track 10 wird das Ende in 4 Phasen (ohne Pause übergehende Tracks) eingeläutet. „End of time“ im schnellen Electro-Character geht nahtlos auf „End of night“ über. „End of life“ beginnt unscheinbar klassisch und findet dann ab der Hälfte seinen rockigen Höhepunk. Dieser Track erweist sich durch die melodischen Klavierspielereien, gepaart mit einem harten E-Gitarrenbeat und dem gekonnten Einsatz von RaloS Stimmwerk als äußerst hitverdächtig. Dieses Stück hat mich klanglich so mitgerissen, dass ich die so selten benutzte Repeat-Taste meines CD-Player doch einmal wieder betätigen musste. In „end of fear“ werden dann noch einmal alle Regler auf Anschlag gestellt und man rennt in einem Hardcore-Breakbeat dem äußeren Ende der Scheibe entgegen.

Mein Fazit:
Bei diesem Album erwartet den Hörer garantiert nicht der „Das klingt ja Alles gleich“-Effekt. Nein jedes Stück für sich ist wirklich anders und wurde musiktechnisch auch mit unterschiedlichen Werkzeugen umgesetzt, dafür Note 1.

[ fight the cause ] plante und entwickelte „GET ALL“ als Konzeptalbum. Für mich besitzt die Scheibe aber einen ausgewachsenen und konkurrenzfähigen Charakter. (Medienkonverter, 14.07.2005, Robert)


Blacklight Magazin - 30.06.2005

RaloS zeichnet bei [ fight the cause ] - in allen Bereichen ergänzt und unterstützt von Rawboned - nicht nur für Gesang, Texte, Musik und Performance verantwortlich, sondern lieferte als Kunstfigur auch die Thematik für das Konzeptalbum "Get All" des Duos aus Halle, das sich musikalisch sehr vielseitig darstellt.
RaloS und Rawboned sind bereits seit 1996 ein eingeschworenes Team, das bis 2001 in einer Formation namens Chaim zusammen spielte, dann jedoch das Duo [ fight the cause ] ins Leben rief und sogleich mit dem ersten Album "Expect Nothing" aufwartete. Zwei Jahre später erschien die EP "Sign Of Being" und nun ist es an der Zeit, sich mittels "Get All" einmal mehr einem breit gefächerten Publikum vorzustellen. Zwar hat man seit geraumer Zeit einen Plattenvertrag mit dem Label Khazad Doom, einem Ableger von Celtic Circle Productions in der Tasche, doch lässt der reguläre Vertrieb des Werkes bislang noch auf sich warten, während es über die Website der Band bereits seit dem 17. Mai 2005 als reguläres Album oder limitiertes Digipack mit einer Remix-Bonus-CD erhältlich ist. Soviel zum Organisatorischen vorab.
Musikalisch stürzen [ fight the cause ] ihre Hörer in ein emotionales wie musikalisches Chaos. Ein Chaos, das berechnet und kontrolliert ist, denn trotz der erfreulichen Klang- und Stilvielfalt vermisst man den roten Faden auf diesem Werk nicht, wozu sicher auch der Umstand, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt, beiträgt. Doch bedarf es nicht unbedingt eines intensiven Studiums von "Get All" als Gesamtwerk, da auch jedes Stück für sich alleine stehend funktioniert und Sinn ergibt. Die Basis von [fight the cause] liegt in elektronischen Kompositionen begründet, die allesamt dunkler Natur sind, oftmals mit rauen Vocals - mal in deutscher, mal in englischer Sprache verfasst - aufwarten und stets auf eine gewisse melodische Verspieltheit setzen. An diesem Punkt hören die Gemeinsamkeiten dann aber auch fast schon auf, da [fight the cause] unterschiedliche Stimmungen bemühen und in zum Teil ganz unterschiedliche kerben schlagen.
Der deutschsprachige Opener "No.1" wird von melancholischen Keyboards und einer gesampelten Frauenstimme eingeleitet und mutiert wenig später zu einem geradlinigen Dark-Electro Track, der mich ein wenig an das eigenwillige Schaffen von Calva Y Nada bis vor einigen Jahren erinnert. Es schließt sich eine vergleichsweise softe, sehr eingängige Nummer namens "Happy House" an, in der man dunklen Electro-Wave mit Synthie-Pop Melodien paart, was wiederum ein wenig an The Fair Sex denken lässt. "Hunt" wiederum offenbart analogen, verspielten Old-School EBM, der sicher auch den Freunden von DAF oder Spetsnaz zusagt, auch wenn es hier nicht ganz so hart zur Sache geht.
Verspielte Piano-Klänge, unterlegt von monotonen aber tanzbaren Rhythmen bietet "Genesis", dessen Keyboardlinien klingen, als seien sie von den Untoten zu "Nekropolis"-Zeiten inspiriert. "Maneater" ist dann das bislang ruhigste Stück des Albums. Hier tauchen sogar erstmalig E-Gitarren auf, was in Verbindung mit der dunklen Stimme in einigen Passagen ein bisschen nach <bTerminal Choice klingt. Doch ist es eher eine auffällige Keyboardmelodie im Hintergrund, die dem Stück seinen Charme verleiht und dieses, wie auch alle anderen bisherigen und folgenden, Stück zu einer "typischen" [fight the cause]-Nummer macht. Denn trotz aller Erinnerungen, die hier an diese oder jene Band, vornehmlich Interpreten oder Titel aus den Neunzigern, geweckt werden, klingen [ fight the cause ] stets erfreulich eigenständig und nicht zuletzt auch eigenwillig.
Immer wieder schleichen sich abgedrehte Sounds beinahe unbemerkt in den Background der Stücke ein, um dann plötzlich doch völlig präsent zu sein. Die feinen Details machen auf diesem Werk also eine Menge aus und lassen des Öfteren erstaunt aufhorchen.
So kann auch eine unerwartet brachiale, treibende Nummer wie "Geist" überzeugen und ein verspieltes, melodisches "Blind" mit kraftvollen Shouts im Refrain begeistern. Am Ende des Albums findet sich eine Art Songzyklus, bestehend aus vier einzelnen und doch dicht miteinander verknüpften Stücken, deren Titel "End I bis IV" lauten. "End II (Of Night)" driftet dabei schon fast in Richtung Mondsucht, während "End III (Of Life)" (mein Favorit des gesamten Albums) vor allem in der zweiten Hälfte wie eine frühe Pitchfork-Nummer klingt und "End IV (Of Fear)" das Album in bester "Velvet Acid Christ zu früheren Tagen"-Manier beschließt. Bleiben noch die sechs Remixe der Bonus-Disk, die dem auf 999 Exemplare limitierten Digipack beiliegt, zu erwähnen: Hier interpretierten Bands wie Occculture, Metallspürhunde, Dementi, Schattenschlag und andere einige Albumtitel auf ihre Weise, was zum Teil zu interessanten Versionen der Tracks führte, wobei keiner der Mixe eines der Originale überragt.
Resümierend bleibt festzustellen, dass [ fight the cause ] scheinbar mit offenen Augen und Ohren durch die Szene geistern, entsprechend vielfältig inspiriert werden und diese Inspiration nutzen, um damit ihren ureigensten Stil zu kreieren. Dieser orientiert sich im Grundsatz mehr am Sound der Vergangenheit und blendet aktuelle Einflüsse wie Future-Pop, Hellektro, Techno Body Music und Co. komplett aus, was in heutigen Zeiten eine umso erfreulichere Seltenheit geworden ist. Ein Album bei dem die Parallelen zu anderen Bands nicht im geringsten stören und das man getrost den Anhängern von Project Pitchfork und The Eternal Afflict als auch den Freunden von Stillste Stund und Mondsucht ans Herz legen kann.
(Marco Schwiers, Blacklight Magazin, 30.06.2005)

 

Uselinks Magazin - 20.06.2005

Neues aus dem Celtic Circle Haus: [ fight the cause ] (Ex- CHAIM), die hallenser Band um RaloS und Rawboned, melden sich mit ihrem neuesten Silberling „Get All“, dem regulär 5. Album in der neunjährigen Bandgeschichte, auf der Bildfläche zurück. Nach Aussage der beiden Protagonisten machen [fight the cause] „Dark Wave Electro“, einst wagt die „Zillo“ gar einen Vergleich mit den Größen DAF und Trümmerwelten. Da holpert mir vor Vorfreude doch gleich das Herz fünf Takte schneller.
Los geht's mit dem Song „No.1“- macht ja auch irgendwie Sinn. Zunächst scheint es sich dabei um ein typisch flächiges, ruhiges Intro zu handeln, doch bereits nach zwei Minuten wird der Schafspelz abgeworfen und der darunter verborgene, böse Tanzwolf kommt zum Vorschein. Deutscher Text, treibender Bass, höllische Melodien: Calva Y Nada trifft Das Ich. Der folgende Song „Happy House“ weiß auch mit Leichtigkeit zu punkten. Zwar ist er nicht ganz so diabolisch, aber das verspielte Klavier und die zynische Grundstimmung machen den Song einfach unwiderstehlich. Nette Idee übrigens, dass am Ende gepfiffen wird...endlich ein Nachfolger für „Wind of Change“ :) Mit „Hunter“ geht es dann wieder ohne Umweg Richtung Tanzfläche, alte EBM- Tugenden mit dem eindeutigen Einfluss modernem Düster- Elektros lassen da schließlich gar keine andere Wahl. Der Einsatz nach dem Break mit dem Shout „Go“ dürfte sein übriges dafür tun. „Genesis“ folgt dann dem Aufbau von „No.1“, also ruhiger Anfang, stürmisch ab der Mitte. Der Song an sich ist cool und erinnert mich ein wenig an „Prager Handgriff“, allerdings versperrt man sich durch den gänzlich untanzbaren „Vorbau“ den Weg in die Disko. Da hätte man einfach mal splitten sollen. Eine wahre Gothic- Hymne wird mit „Maneater“ geschmettert. Diesmal geht die Stimme sehr tief, die Gitarre kommt gut raus, ohne jedoch zu dominant zu sein, der Refrain könnte aus dem Hause Pohl stammen- geeignet für Rocker und Popper gleichermassen. „Burn“, eine nette Midtempo- Nummer ähnlich wie frühere Stigmata- Sachen, vergönnt Album und Höhrer dann mal eine kleine Ruhepause, welche vor dem folgenden Song „Geist“ auch ihre Berechtigung hat, denn der geht dann richtig ab!!! Der deutsche Text wird für heisere Stimmen sorgen, der anheizende Grundtenor des Liedes für verschwitzte Körper und noch lange nachdem der Song in den selbstentfachten Flammen dahinschmilzt, werden glasige Augen in die Runde blicken und die dazugehörigen Gruftis sich denken: WOW ! Es folgt noch „Blind“, ein Midtempostück mit mehrstimmigen Shouts, und der Abschlussepos „End of“, bestehend aus vier aufeinander bezogene Songs, die aber unterschiedlich und abwechslungsreich genug sind, um auch für sich alleine zu stehen. Krönender Abschluss bildet „End IV (of fear)“, welches das Meisterwerk nicht in dem Sinne gesittet ausklingen lässt, sondern eher das Gefühl eines Absturzes zum Mittelpunkt der Erde vermittelt- freilich inklusive Aufschlag.
Wer sich beeilt, der ergattert vielleicht noch eine der auf 999 Stück limitierten Doppel- CDs, auf welcher dann nochmals einige Mixe u.a. von Schattenschlag und Occulture zu finden sind. Und selbst wenn ihr nicht so viel Glück habt: kaufen, kaufen, kaufen- Get All !!! ( Andreas Huebner, Uselinks)

 

GOTHIC Magazine for Underground Culture - 24.06.2005

FIGHT THE CAUSE legen nach zahlreichen Samplerbeiträgen und in Eigenregie produzierten Alben nun mit "Get All" ihr erstes offizielles Werk vor. Das Duo macht sehr düstere Musik irgendwo zwischen Elektro und Dark Wave, tiefe, wabernde Synthieflächen schaffen eine dunkle Grundstimmung. Auf Abwechslung wird viel Wert gelegt: Da gibt es es dunkle Elektro-Uptempo-Knaller wie "Hunt" oder "Geist", aber auch ruhigere, getragenere Stücke wie "Genesis", das mit harten Gitarrenparts überrascht. "Blind" dagegen hat einen wavigen Hintergrund, was aber durch die grimmigen, dunklen Vocals wieder aufgebrochen wird. Die Vielseitigkeit wird auch durch den abwechselnd deutschen und englischen Gesang unterstrichen. Als Bonus wird die schön aufgemachte CD in einer limitierten Auflage noch mit einer Remix-Bonus-CD und einigen hübschen Gimmicks ausgeliefert. FIGHT THE CAUSE machen durchaus spannende Musik, einzig der etwas klischeehafte Gesang ist auf Albumlänge ein wenig störend. Und die wavige Coverversion des SIOUXIE AND THE BANSHEES-Klassikers "Happy House" kann nicht wirklich überzeugen - an das Original kommt es bei weitem nicht heran. Wer darüber hinwegsieht, bekommt aber schöne dunkle und abwechslungsreiche Musik geboten, die sich nicht auf ein Genre beschränken will. (GOTHIC, 24.07.2005 - Claudia Frickel)

 

Moritori Magazin - Ausgabe Mai 2005 vom 28.05.2005

Das Warten hat ein Ende. Endlich ist es da, das dritte Album von “Fight the Cause”.
Auf dem Album sind viele bekannte Lieder, die man auch schon live hören konnte, aber auch neue Lieder. Alles ist hier vertreten.
Dark Electro oder Neue deutsche Todeskunst. Irgendwo dazwischen würde ich Fight the Cause ansiedeln.
Das Album beginnt mit dem Lied „No. 1“, welch überaus passender Name für den Eröffnungstrack. Deutschsprachiger Gesang mal klar, mal leicht verzerrt, dominiert dieses Lied.
Was Ungewohntes gibt es bei „Genesis“, ein Streicher- und Piano-Intro, was für diese Art von Musik doch eigentlich recht untypisch ist.
Das macht aber Fight the Cause aus. Es gibt immer etwas Unerwartetes. Ein treibender Beat fordert uns nach dem Intro zum Tanzen auf.
Tanzen, ja, das kann man zu Fight the Cause auf jeden Fall. Aber man sollte auch auf die Texte achten, wie bei „Blind“ oder bei „Seele (Unholy mix)“, da wird die Frage gestellt, gibt es so etwas wie eine Seele? Doch um herauszufinden, ob jemand eine Seele hat, muss man ihn jagen - oder auf Englisch „Hunt“. Bei diesem Lied kann man auf der Tanzfläche nach dem geeigneten Opfer Ausschau halten und wird auch sicher eines finden, denn dieser Song ist ein ultimativer Tanzflächenfüller.
Dann sind wir auch schon beim Ende angekommen, jedenfalls scheinen die letzten vier Lieder ein
„End“- Zyklus zu sein. Es geht los mit „End 1 (of time)“. Die Frage die sich mir stellt: Warum folgt nach dem Ende der Zeit „End 2 (of night)“ und dann die wunderschöne Ballade „End 3 (of life)“?
Egal! Es geht um das Ende des Lebens oder das Leben einer Beziehung und die Chance, dass es vielleicht noch einen zweiten Versuch, sprich Leben gibt und am Ende, quasi zum guten Schluss, gibt es dann
„End 4 (of fear)“, womit auch dieses Album sein Ende findet.
Ein sehr gelungenes Werk. Neben der Basisversion gibt es auch noch eine auf 999 Stück limitierte Version mit Bonus-CD. (SHAFT2-MM)
Anmerkung: Es gibt keine Basisversion, es gibt ausschliesslich die limitierte Box!

 

Terrorverlag - 14. Juni 2005

Bereits seit 1996 machen die beiden Protagonisten RaloS und Rawboned zusammen Musik, 2001 wurde [FIGHT THE CAUSE] gegründet, und nun erscheint ihre neue CD "Get all", die als limitierte Digipack-Ausgabe mit Remixen von u.a. den METALLSPÜRHUNDEn zu erhalten ist. Beheimatet sind sie bei Celtic Circle Productions und dies sagt eigentlich schon vor dem ersten hören aus, wie FTC klingen. Eine Mischung aus Dark Wave, Gothic und elektronischen Elementen, die jedoch in den meisten Fällen nur als Beimischung eingesetzt werden. Nach dem durchhören würde ich es als eine Mischung aus CALVA Y NADA und DAS ICH beschreiben.
Dem Presseinfo kann man entnehmen, dass "Get all" zwar als Konzeptalbum ausgelegt werden kann, dennoch steht jeder Text für sich selbst, was auch an den vielfältigen Interpretationsspielräumen der einzelnen Titel liegt. Die Stimmung auf dem Album ist sehr schwermütig und depressiv. "No" und "Genesis" sind klassisch orientierte Stücke, mit prägendem Gesang, die dennoch eingängig wirken. So wirken auch viele der weiteren Tracks auf "Get all", ein Album das man sich nicht anhören sollte, wenn man schlechte Laune hat, man könnte auf dumme Gedanken kommen... Ein wenig aus der Reihe fällt "Happy House", klingt es doch titelgemäß richtig fröhlich. Die letzten vier Tracks stehen inhaltlich im Zusammenhang, beschreiben sie doch jeweils das Ende diverser Zustände, u.a. der Angst und der Zeit.
Ich muss gestehen, dass es für einen doch eher Elektroniker wie mich sehr schwer ist, die Gemütszustände dieses Gothicalbums zu beschreiben, im Elektrobereich werden zwar größtenteils dieselben Themen behandelt, nach dem hören hat man aber nicht das Gefühl sich was anzutun zu müssen, etwas was Gothicmusik irgendwie zwangsläufig hervorruft. Dennoch ist dieses Album für Fans dieses Genres sicherlich eine Bereicherung, da es sehr reif produziert wirkt, trotz aller latent vorhandenen Klischees.
( Michael Specht [ms] , 14.06.2005 - Terrorverlag )

 

APOLLON Magazin - 18.06.2005

„Get All“, das dritte Album von Fight The Cause ist kürzlich erschienen und umfasst 13 Dark Electro-Songs. Obwohl laut RaloS die neue CD als Konzeptalbum ausgelegt ist können jedoch auch alle Songs einzeln betrachtet als ein Abschnitt im Leben des Künstlers gesehen werden.
Schon der Opener „No. 1“ ist ein klasse Song der danach schreit die Tanzflächen in den Club's zu füllen. Musikalisch paart sich der Dark Electro von FTC mal mit rockigen Gitarren und ein anderes mal Klavierklängen („Genesis“). Gerade das bereits erwähnte „Genesis“ überrascht durch sein Intro und die Untermalung mit dem Piano. Aus dem Rahmen fällt auch „Happy House“ das im Gegensatz der meist düsteren Songs fröhlich rüberkommt und gute Laune verbreitet. "Geist" mit seinen treibenden Beats dagegen ist ein Song wie man ihn von einer EBM-Band erwartet. Die letzten vier Songs der CD bilden einen zusammenhängten Block und beschreiben das Ende der Zeit, der Nacht, des Lebens und der Angst.
Man sollte sich aber unbedingt die Zeit nehmen und auf die Texte von FTC achten. Fight The Cause bieten wesentlich mehr als nut tanzbaren Electro.
Die langjährige Zusammenarbeit von RaloS und Rawboned ist dem Album deutlich anzuhören, die Songs wirken sehr ausgereift und professionell. Ich habe die vielen schönen Feinheiten erst nach mehrmaligem Hören entdecken können. Doch jetzt bin ich von „Get All“ absolut begeistert. Der Digipack beinhaltet übrigens auch noch eine Bonus-CD mit sechs Remixen (von Metallspürhunde, Drone24-7, Schattenschlag, Dementi und Occulture) sowie weitere Hidden-Tracks. (HF - Holger Frerix )

 

ELEKTRAUMA - 26.06.2005 - Wertung: 4 von 6

Das Musikprojekt Fight The Cause hat schon längere Zeit sich im Untergrund aufgehalten und mit einigen Demos für Furore gesorgt. Jetzt kommt die ganze Chose endlich mal auf einen Silberling drauf. Fight The Cause sind irgendwie Romantiker. Ihre Form von EBM ist nicht mehr neu, wirkt etwas kantig und auch etwas simpel. Allerdings wurde mit dem wenigen sehr gut gearbeitet, so dass doch meistens etwas sehr angenehm hörbares dabei herauskam. Vielleicht müsste die Gruppe noch etwas an der Direktheit arbeiten. Die Stücke dauern noch etwas zu lange. Interessant sind vor allem „Genesis“, wo ein anfangs romantisches Klavier ach einiger Zeit auf einmal mit einem harten Beat unterlegt wird, oder auch „Seele (unholy mix)“, der mit zum Teil sehr schrillen Klängen aufwartet. Zum Schluss gibt es ein vierteiliger Song namens „End“, ein ebenfalls sehr interessantes Unterfangen. Erzählt wird auf „Get All“ übrigens die Geschichte eines gewissen RaloS, der sozusagen eine Allegorie auf unsere menschliche Evolution auf uns bildet. (Nuuc, Elektrauma)

 

Oblivion - 20.07.2005 - Wertung 6/10 - SBT

Das ostdeutsche Duo Fight The Cause befindet sich musikalisch irgendwo im üblichen, nicht weiter schmerzenden EBM, soft Industrial Bereich. Damit wäre schon fast alles gesagt, denn wie so viele andere auch sind die beiden Herren auf ihren dreizehn Stücken nicht sonderlich originell aber auch nicht grottenschlecht. Songwriterisch meistens in der Nähe der Genregrößen wie den frühen In Strict Confidence und so weiter, allerdings ohne deren songwriterische Klasse auch nur annähernd zu erreichen. Zumal die beiden etwas minimalistischer daherkommen. Was aber an den ordentlich produzierten und auch gar nicht schlecht arrangierten Songs einfach fehlt, ist das mitreißende Element. Insbesondere die zwischen Deutsch und Englisch wechselnde Vokalarbeit kommt einfach nicht über das Mittelmaß hinaus, klingt gelegentlich krampfhaft böse und selbst bekannte Songs wie „Happy House“ werden durch die Behandlung durch die beiden, nicht unbedingt besser, eher im Gegenteil.
Fazit: nicht wirklich schlecht aber vor allem im Songwriting Massenware.

 

Für unsere Holländischen Freunde - [ Fight The Cause ] - Get All - 14.10.2005 - IkEcht Gothic Reviews

[Fight The Cause] brengt na jaren hun tweede album uit. Met Get All is dit ook meteen een soortement conceptalbum geworden. Een album waarvan de nummers goed afzonderlijk geluisterd kunnen worden en individueel afgesloten worden, maar die gezamenlijk wel een verhaal vertellen. Dit alles met voornamelijk EBM omkleed, maar dan wel experimenteel en dus zeker geen standaard EBM.

Op het album wordt het leven van het artificiele karakter RaloS omschreven. Vanaf een bijna onbeschreven start beweegt hij zich voort door de eeuwen en wordt uiteindelijk het beeld voor de mensheid. De mensheid wordt hierbij omschreven als gemeen en haatdragend, maar ook als een soort die voortgedreven wordt door angst.

Dit nogal complexe verhaal komt tot uiting in muziek die varieert van simpel naar complex, echt chaos wordt het echter nooit. Van klassieke melodieen, naar harde gitaren, naar (uiteraard) harde beats, alles komt voorbij. Hierbij worden de teksten afwisselend in het Engels en het Duits gezongen / gereclameerd.

Het gevaar van zo'n combinatie van muziek is dat de nummers te weinig met elkaar te maken hebben en dat het album daarmee bijna een verzamelaar lijkt. Dit gevaar heeft [Fight The Cause] redelijk weten te vermijden. Zonder terugkerende thema's, maar toch met voldoende eigen geluid weten zij dit album tot een geheel te smeden. Al zijn de nummers wel wat wisselend van kwaliteit. Zo wordt de atmosfeer in opener "No. 1" goed neergezet en opgebouwd naar een aggresiever nummer, bij "Maneater" lukt dit een stuk minder. De atmosfeer is weer even goed, maar de opbouw faalt helaas enigszins.

Toch kan het totaaloordeel over dit album niet anders dan positief zijn. Een album dat intelligente EBM weer goed op de kaart weet te zetten, dit weet te combineren met een concept-album, zonder dat dat vervelend wordt. Overigens nog maar eens een keer waarschuwen dat die term EBM misschien wel de beste is, maar de lading natuurlijk verre van omvat in dit geval. Het is vooral het neerzetten van een sfeer wat hier gebeurt, in nummers die regelmatig dansbaar zijn, maar regelmatig ook meer soundscape-georienteerd.

Tot slot dan nog te melden dat er bij dit album, dat in gelimiteerde oplage verschijnt dan ook nog eens een tweede cd zit met remixes van onder andere Dementi en Schattenslag. Meer metal-georienteerd, maar zeker niet slecht en met enkele extra's in hidden tracks. Een leuke toevoeging aan dit album

Hier Reaktionen von CD-Käufern:

Frank, Geldern:
"Bin auf das Album über http://www.electronic-body-music.com/ aufmerksam geworden und es war eigentlich eher ein blinder Kauf. Hatte vorher noch nichts von fight the cause gehoert. Doch ich muss sagen, das Album hat meinen Geschmack getroffen und ich warte gespannt auf die nächsten Projekte. Je "darker" desto besser :) - Gruß Frank" (7.06.2005 per e-Mail)

Nadine, Reutlingen:
"... das mit dem signieren kommt wohl zu spät aber ich denke doch das es sich irgendwann mal ergibt.is übrigens ne meega geile scheibe! ... greetz nadine" (7.06.2005 per e-Mail)