Hallesche Düsternis
Ganz sicher eines der ungewöhnlichsten Projekte hierzulande.
Auf der Bühne agieren die beiden Künstler Rawboned ( Keyboards,
Background- Gesang ) und RaloS ( Gesang ).
Ihre Musik ist vielschichtig und schert sich nicht sonderlich um
Genregrenzen.
Wer an EBM oder Elektro der harscheren Art denkt, liegt ungefähr
richtig.
Alles kommt philosophisch und düster.
Bis jetzt erschienen das Album „expect nothing“ in Eigenregie und einer
limitierten Auflage, sowie die EP „sign of being“, die zu Promo- Zwecken
gepreßt wurde und musikalisch den Bogen zum zweiten Longplayer „Get All“
schlagen soll.
Die gedanklichen Bögen, die fight the cause schlagen, sind noch viel
weiter gespannt, wie BLITZ!- Musikredakteur Peter Matzke im Gespräch mit
der Band erfuhr.
Ftc: Wir haben vor, ein Gesamtwerk aus mehreren, jährlich erscheinenden Alben
zu schaffen, die durch ein Abschlußalbum wie durch ein Schlußstein zu
einem Ganzen gefügt werden.
Jedes Album steht natürlich auch für sich.
BLITZ!: Das hört sich gewaltig an. Wollt ihr die Tolstois „Krieg und Frieden“
vertonen? Worum geht’s thematisch?
Ftc:
Es ist eine großangelegte, parabelhafte Geschichte über das Menschsein
an sich.
Im ersten Album geht geht es um ASAEL.
Der, als Mensch geboren, bricht mit der Welt und kämpft mit ihr einen
fiktiven Krieg. Das finale Armageddon überlebt er als Einziger. Im
zweiten Album, an dem wir gerade arbeiten, heißt die zentrale Figur
RALOS. Der ist, im Unterschied zu ASAEL, kein von seinen Hoffnungen und Ängsten getriebener, sondern ein sehr bewußter Mensch.
Eigentlich laufen beide Geschichten parallel ...
BLITZ!: Genug, verratet nicht zu viel! Diese Story scheint ohnehin unseren
Rahmen zu sprengen. Doch sie ist nicht alles – Eure Konzerte sind
beherrscht von einer faszinierend bizarren Performance ...
Ftc:
Unsere spezielle Ästhetik, die sich vor allem in der Darstellung auf der
Bühne äußert, gehört untrennbar zu unserer Musik. Deswegen betrachten
wir die Mitwirkenden als Bandmitglieder. Außer uns beiden gehören zur
Band Nicole, die für das Make Up zuständig ist und auch selbst auf der
Bühne performed – sie wird sehr effektvoll erschossen-, und die Männer
für Licht, Ton und vor allem auch die Pyros. Nichts davon ist
unentbehrlich!
BLITZ!:
Das macht es sicher nicht einfach, Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Die
sind ohnehin rar für neue Projekte, auch für solche, die technisch
anspruchslos sind. Und dann kommt ihr ...
Ftc:
... da hast Du völlig recht. Aber unter dem machen wir`s nicht. Punkt.
BLITZ!:
Hut ab! Auf dem Album gibt es einen gewissen stilistischen Bruch. Das
wunderschöne „My Kind Of Dying“ eröffnet eine Sektion mit
gitarrenorientierter Musik. Es folgt die Coverversion von „Das Schiff“
...
Ftc: ... von der Leipziger Band „Die Art“. Wir mochten die schon immer und
haben auch die Abschiedskonzerte besucht. Wir haben dann Makarios im
Studio kennengelernt. In diesem Zusammenhang entstanden unter Mitwirkung
von Robin Oppenheimer von Prumskibeat ( einem Die Art- Nachfolgeprojekt – P.M.) „My Kind Of Dying“ und unsere Version von „Das Schiff. Wir
wollten Die Art damit ein Denkmal setzen ...
BLITZ!:
Habt Ihr geschafft. Hoffentlich seid Ihr bald mal live zu erleben!
[ fight the cause ] live 2005:
28.08.2005 - 2. Goth Hard Festival - Gotthard Pass/ Schweiz/ abgesagt
03.09.2005 - 3. Bunkerfun am Bunkertor III
24.09.2005 - 15. Süddeutsches Dark Dance Treffen in Lahr/ Schwarzwald
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